6. Stadtmauer, Franzosenturm: Stadt Leimen

6. Stadtmauer, Franzosenturm: Stadt Leimen

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

6. Stadtmauer, Franzosenturm

Der Franzosenturm verdankt seinen Namen einer Sage, von der es zwei Versionen gibt.

Beiden Sagen ist gemein, dass sich wohl im Frühjahr 1704, über die Wehrmauer hinweg, eine Liebesgeschichte zwischen einem französischen Soldaten und einer jungen Frau entwickelte. Durch ein Loch in der Mauer, wahrscheinlicher durch weitestgehend unerforschte Stollengänge unterhalb des Stadtkerns, konnten sie einander unbemerkt begegnen, jedenfalls bis zu dem Moment, als die Kameraden des französischen Soldaten auf das Liebespaar aufmerksam wurden.

Durch dasselbe Schlupfloch drangen die französischen Soldaten in den Ort ein. Seither wird der Turm Franzosenturm genannt.

Am Schießschartenkranz ist noch heute ein „Fratze“ zu sehen, die Feinde verspotten sollte. Links daneben ist ein Wappen mit kurpfälzischen Rauten zu sehen, eines der Hoheitszeichen des Kurfürsten Ruprecht I. (1353 –1390), laut dem Archäologen Dr. Ludwig Hildebrandt der Erbauer der Stadtbefestigung zum Schutz der offenen Südflanke Heidelbergs.