2. Palais Seligmann: Stadt Leimen

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2. Palais Seligmann

Das Palais Seligmann, heute Dienstsitz des Oberbürgermeisters und des Hauptamtes, wurde zwischen 1794 und 1802 vom kurpfälzischen Hofagenten Aaron Elias Seligmann errichtet. Der wohlhabende Kaufmann war Inhaber des kurfürstlichen Salzmonopols und Finanzier der Regierung und des Kurfürsten Carl Theodor persönlich. Das im klassizistischen Stil mit barocken Elementen errichtete Gebäude schmückt seither die Leimener Ortsmitte und wurde bereits zur Zeit seiner Errichtung als „größte Zierde des Ortes“ bezeichnet.

Der repräsentative Spiegelsaal im Mittelgeschoss verdankt seinen Namen den Barockspiegeln, die den Kerzenschein verstärkten und für ein in Leimen vor der Erbauung des Palais nie gesehenes Lichtschauspiel sorgten. Die klassizistischen Tapetengemälde von Peter Ferdinand Deurer stellen Szenen der griechischen Mythologie dar, in der Gesamtbetrachtung der Gemälde nimmt der Künstler Bezug zur Tradition Leimens als Weinanbaugebiet. Der Spiegelsaal wird heute für Trauungen und Ehrungen genutzt. Zahlreiche Größen aus Politik, Sport und Gesellschaft, wie Leimens Ehrenbürger Boris Becker, König Friedrich Wilhelm III. von Preußen im Jahr 1814 mit seinen Söhnen Friedrich Wilhelm IV. und dem späteren Kaiser Wilhelm I., Altbundeskanzler Dr. Kurt-Georg Kiesinger, die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel als Bundesfamilienministerin sowie die Ministerpräsidenten Erwin Teufel und Dr. Lothar Späth.

Bemerkenswert ist auch der Eingangsbereich des Rathauses, der durch das Glasportal im Torbogen gut einsehbar ist. Der Kutscher konnte in das Gebäude hineinfahren und auf der anderen Seite in Richtung Stallungen hinausfahren. Der Hausherr konnte äußerst komfortabel, fast „niederflurig“ aussteigen und den Schmutz der Straßen an einem der eisernen Abputzer abstreichen. Im rechten Treppenaufgang erinnert ein Gemälde an den Erbauer Seligmann.