13. Römer in Leimen: Stadt Leimen

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13. Römer in Leimen

Archäologische Funde aus der Römerzeit
Im Aushub der Grubenhausverfüllung im Bereich der Mauritius-Kirche wurden neben prähistorischen Resten viele Bruchstücke römischen Geschirrs gefunden. Diese Funde sind in die zweite Hälfte des 1. Jahrhundert zu datieren, die früheste Besiedlungsphase der Bergstraße durch die Römer.

Im Sommer 1993 wurden bei Aushubarbeiten für das Turmgassencenter zahlreiche römische Fundstücke gefunden. Diese konnten ebenfalls auf die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts datiert werden. Zu den Funden zählen die Fragmente eines mit Nuppenmuster verzierten rötlichen Keramikgefäßes, ein tönerner Pfannenstiel, das Bruchstück eines fein verzierten Rührstabs, der in einer Kölner Glasmanufaktur gefertigt wurde, sowie eine silberne Gewandnadel.

Die Funde aus der Römerzeit können mit den Resten vierer Kalkbrennöfen, die Anfang der 90er-Jahre bei Bauarbeiten im Rösbachtal gefunden wurden, in Verbindung gebracht werden. Entlang der Bergstraße befinden sich zwar noch andere Kalkvorkommen, Kalköfen der Römer konnten jedoch nur in Leimen und an der Gemarkungsgrenze zu Heidelberg-Rohrbach nachgewiesen werden. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass die römischen Siedlungen in der Region mit Baustoffen aus Leimen versorgt wurden.

Die römische Kalkbrennerei sei nach Aussage des Diplom-Geologen Ludwig Hildebrandt die größte in Deutschland bekannte (aus RNZ, 15.09.1993).